Humboldt Forum
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To Whom Does Culture Belong?

Pressemitteilung

Berlin, 5. September 2019

To Whom Does Culture Belong?
Öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen des Symposiums Interdisciplinarity Revisited

Das Humboldt Forum lädt am Donnerstag, 3. Oktober 2019, um 18:30 Uhr zur öffentlichen Podiumsdiskussion To whom does culture belong? ins Humboldt Forum im Berliner Schloss, Schlossplatz, 10178 Berlin, Baustelleneingang Süd (Breite Str. / Ecke Schlossplatz ein. Generalintendant Hartmut Dorgerloh spricht mit internationalen Expertinnen und Experten über die Frage von kulturellem Eigentum. Das Gespräch findet im Rahmen des zweitägigen Symposiums Interdisciplinarity Revisited (#InterdiscRev) der VolkswagenStiftung, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss statt.

Die Veranstaltung findet in Deutsch, Englisch und Französisch mit Übersetzung in die gleichen Sprachen statt. Der Eintritt ist frei, Anmeldung hier. Die Kapazitäten sind aufgrund der Baustellensituation begrenzt.

Pressevertretende sind gebeten, sich bis zum 2. Oktober 2019 bei michael.mathis@humboldtforum.org
zu akkreditieren.

Wie gehen wir mit Objekten aus kolonialen Kontexten um? In dieser Frage reichen die Positionen von einer gemeinsamen Erforschung der Bestände über Leihgaben an die Herkunftsgesellschaften bis hin zur Rückgabe ganzer Sammlungen. Das Humboldt Forum steht im Zentrum dieser Debatte und hat hinsichtlich der Zukunft ethnologischer Sammlungen und ihrer musealen Präsentation eine besondere Verantwortung.

To Whom Does Culture Belong? Einer Antwort auf diese Frage nähern sich im Gespräch mit Hartmut Dorgerloh vier internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Kuratorinnen und Kuratoren über einen transdisziplinären Ansatz aus unterschiedlichen Perspektiven. Diese Herangehensweise wird auch für die zukünftige Arbeit im Humboldt Forum maßgebend sein. In der Podiumsdiskussion wird der Kunsthistoriker Abdoulaye Touré aus Dakar das Thema aus pädagogischer und kunsthistorischer Sicht beleuchten. Eine anthropologische Sichtweise bringt Henry J. Drewal aus Wisconsin, eine sozialanthropologische Perspektive bringt Sharon Macdonald in die Diskussion ein. Als Anwältin beleuchtet Corinne Hershkovitch die juristische Dimension. Im Anschluss an das Podiumsgespräch ist das Publikum herzlich eingeladen, sich mit Fragen an der Diskussion zu beteiligen.

Henry John Drewal ist Evjue-Bascom-Professor für Kunstgeschichte und Afroamerikanische Studien an der University of Wisconsin-Madison. Er promovierte an der Columbia University in Afrikanischer Kunst, Geschichte und Kultur – Lehrzeiten bei Yoruba-Bildhauern in Nigeria hatten ihn zu diesem Weg inspiriert.

Corinne Hershkovitch ist Rechtsanwältin und spezialisiert auf Kunstrecht; sie beschäftigt sich mit Fragestellungen zu Provenienz, Restitution, Zuwendung, Beweiskraft, Eigentumsrecht, Versicherung, grenzüberschreitendem Verkehr von Kunst, Wiederbeschaffung verlorener oder widerrechtlich angeeigneter Kunst und Kulturerbe. Zurzeit lehrt sie an der Université Paris 2 Panthéon Assas.

Sharon Macdonald ist Alexander-von-Humboldt-Professorin für Sozialanthropologie im Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie das Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage (CARMAH) leitet. Sie u.a. auch Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum.

Abdoulaye Touré ist Professor und Direktor des Institut Fondamental d’Afrique Noire Cheikh Anta Diop (Fundamental Institute of Black Africa Cheikh Anta Diop, IFAN). Er ist Doktor der Kunst- und Humanwissenschaften mit Fokus auf Moderner und Neuester Geschichte. Außerdem leitete er die Abteilungen für Humanwissenschaften und Museen des IFAN und war Kurator im Historischen Museum von Gorée.

Hartmut Dorgerloh ist Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Kulturmanager und seit 2018 Generalintendant und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Von 2002 bis 2018 war er Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Er lehrt seit 2004 als Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Weitere Informationen zur Podiumsdiskussion unter humboldtforum.org, zum zweitägigen Symposium unter volkswagenstiftung.de.

To Whom Does Culture Belong?

Öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen des Symposiums Interdisciplinarity Revisited

Datum Donnerstag, 3. Oktober 2019
Uhrzeit 18:30 Uhr
Einlass ab 18 Uhr
Ort Humboldt Forum im Berliner Schloss
Baustelleneingang Süd (Breite Str. / Ecke Schlossplatz Sprache De, En und Fr (Übersetzung in die gleichen Sprachen)
Eintritt frei mit Online-Anmeldung hier

Journalisten-Akkreditierung bitte per E-Mail an michael.mathis@humboldtforum.org

Eine Veranstaltung im Rahmen des Symposiums Interdisciplinarity Revisited der VolkswagenStiftung, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Akteure im Humboldt Forum sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), das Stadtmuseum Berlin mit den Kulturprojekten Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und federführend die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (SHF).

Medienpartner Deutschlandfunk Kultur

Symposium Interdisciplinarity Revisited

Interdisziplinarität ist in der Wissenschaft schon seit vielen Jahren ein Schlüsselbegriff, der aber nach wie vor nicht klar definiert ist und unterschiedliche Konzepte und Methoden umfasst. Auf dem Symposium der VolkswagenStiftung, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss diskutieren internationale Expertinnen und Experten, welche Ansätze sich dahinter verbergen und welche Wirkung sie jeweils in Forschung und Lehre entfalten. In sieben Sessions hinterfragt es die Möglichkeiten und Grenzen interdisziplinärer Kooperationen und ihrer Bedeutung für die Erschließung neuer Forschungsfelder. Das Symposium ist die erste große wissenschaftliche Veranstaltung im Humboldt Forum.

Datum Donnerstag, 3. Oktober 2019 und Freitag, 4. Oktober 2019 Ort Humboldt Forum im Berliner Schloss

Informationen und Anmeldung für interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
unter volkswagenstiftung.de

Pressevertretende sind zur Teilnahme auch an einzelnen Sessions eingeladen. Akkreditierung zur Berichterstattung und Vermittlung von Gesprächspartnern für Interviews unter pr@hu-berlin.de

Pressekontakte

Boris Nitzsche, Humboldt-Universität zu Berlin, Stellv. Pressesprecher +49 30 2093 29 45, boris.nitzsche@hu-berlin.de

Jens Rehländer, VolkswagenStiftung, Leiter Kommunikation +49 511 838 13 80, rehlaender@volkswagenstiftung.de

Michael Mathis, Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Pressesprecher, +49 151 1617 97 27, michael.mathis@humboldtforum.org

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