Takehito Koganezawa
24.5. bis Herbst 2025
Eintritt frei |
Museum für Asiatische Kunst, 3. OG, Wechselausstellungsfläche 50, Raum 304 |
Deutsch, Englisch |
Takehito Koganezawa ist Zeichner, Video- und Installationskünstler und Performer. Seine konzeptuellen wie experimentellen Arbeiten, in denen er die verschiedenen Medien in Dialog miteinander bringt, kreisen um Fragen der Zeit- und Raumwahrnehmung. Sie suchen den Fluss der Zeit erfahrbar zu machen, das Nichts zu ergründen, die Abwesenheit von Bedeutung absichtlich herbeizuführen und der Vorstellungskraft wie der ästhetischen Wahrnehmung neue Spielräume zu eröffnen. „Eins auf Zwei, Zwei aus Eins“ zeigt Neuerwerbungen des Museums für Asiatische Kunst, ergänzt um weitere Arbeiten des Künstlers und Leihgaben.
In seinem Werk Double Sisters/Divided Brothers (2022 – ) beispielsweise entstehen abstrakte Zeichnungen an jenen Stellen, wo sich zwei Papiere überlappen. Eine rotierende Videokamera filmt dies ab, während die fokussierten Bildflächen in ständiger Bewegung sind, sich verschieben, drehen und aufs Neue verbinden. Eine weitere Arbeit mit dem Titel Why We Build (2016) ist eine Installation aus mehreren Skulpturen aus ungebranntem Ton, die in der gleichnamigen Videoinstallation zum Rotieren gebracht werden. Wenn Skulptur bisher oft als etwas Statisches, vielleicht Monumentales wahrgenommen wurde, ist sie hier in Bewegung versetzt.
Takehito Koganezawas Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen wie auch auf Biennalen und Triennalen weltweit gezeigt; sie sind in wichtigen Sammlungen globaler Kunst vertreten. Auf Einladung des Projekts „Das Kollaborative Museum“ hielt sich Koganezawa für eine mehrwöchige Residenz in Berlin auf. In einem Workshop mit Studierenden der weißensee kunsthochschule berlin werden neue Arbeiten entstehen, die neben seinen Werken aus der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst und eigens für die Ausstellung neu geschaffenen Zeichnungen und Skulpturen gezeigt werden.
Der 1974 in Tokio, Japan geborene Künstler Takehito Koganezawa lebt und arbeitet in Hiroshima. Von 1999 bis 2016 lebte er in Berlin.
Eine temporäre Ausstellung der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss in Zusammenarbeit mit dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Die Ausstellung wird kuratiert von Kerstin Pinther, Kuratorin für moderne und zeitgenössische Kunst im Museum für Asiatische Kunst und Ethnologischen Museum in Zusammenarbeit mit dem Künstler.