Teachers' Night im Humboldt Forum
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| Die Teilnahme am Abend sowie an den einzelnen Programmpunkten ist kostenfrei. |
| Pädagog*innen |
| Deutsch |
| Humboldt Forum |
Erleben Sie die Kulturelle Bildung des Humboldt Forums in ihrer ganzen Vielfalt: Entdecken Sie praxisnah bei BERLIN GLOBAL, wie aus den Ideen und Stimmen Ihrer Schüler*innen ein authentischer Podcast entsteht, der ihre Perspektiven hörbar macht. Erkunden Sie in On Water. WasserWissen in Berlin verborgene Perspektiven auf Wasser und lernen Sie die Lebenswelten von Kindern aus Papua-Neuguinea kennen. Die Ausstellungen BERLIN GLOBAL und On Water. WasserWissen in Berlin sind an diesem Abend exklusiv bis 20 und 20:30 Uhr geöffnet.
Erfahren Sie von Jugendlichen im Culture Club, wie sie sich aktiv in die Gestaltung und Erstellung der im Frühjahr nächsten Jahres geplanten Ausstellung zum Thema Popkultur eingebracht haben. Erkunden Sie, welche kolonialen Spuren es heute noch im Humboldt Forum gibt und wie das Berliner Schloss mit der Weltpolitik verwoben war. Zudem erwartet Sie die partizipative Performance „The Words They Used” und vieles mehr.
Beim anschließenden Get-together haben Sie die Möglichkeit, mit Kolleg*innen und Fachleuten ins Gespräch zu kommen und exklusiv einen Blick auf unser kommendes Jahresthema Mein. Dein. Unser?! (Eröffnung: 27. November 2027) zu werfen. Mit diesem neuen Programmschwerpunkt nimmt das Humboldt Forum ab Herbst 2026 den Umgang mit Natur- und Kulturerbe aus globalen und lokalen Perspektiven in den Blick.
Zur dritten Teachers‘ Night können Sie sich ab 27. August 2026 anmelden.
Zeitlicher Ablauf
ab 16:30 Uhr
Anmeldung
ab 17 Uhr
Begrüßung in den Werkräumen (1. OG)
17:20 – 20 Uhr
Drop-Ins und Praxisseminare im WELTSTUDIO, dem Seminarraum (HU-Labor) und in den Werkräumen (1. OG)
18:30 Uhr
Getränke und Brezeln
19:30 – 20:30 Uhr
#Logoskop achtundvierzig. Dichtung und Wissenschaft mit Markus Köhle und Marie-Claire Tjombe (HU-Labor)
ab 19:30 Uhr
DJ-Set Scampylama Sound, Werkräume (1. OG)
bis 21 Uhr
Get together in den Werkräumen (1. OG)
Kurzführungen (30 Min.)
Uhrzeit-Start: 17:20 Uhr, 18 Uhr
Wie klingt es, wenn ein Baum trinkt? Wie gehen Menschen weltweit mit zunehmender Trockenheit um? Was macht eine Pfützenforscherin? Und wie untersucht man Wasser auf dem Mars? Die Ausstellung On Water. WasserWissen in Berlin zeigt Forschungsprojekte von Berliner Wissenschaftler*innen zum Thema Wasser. Die Kurzführung gibt Einblicke in die Ausstellung und vermittelt die Vielfalt wissenschaftlichen Forschens rund um das nasse Element, die Bedeutung von Wasser als Medium für Migration und Mobilität sowie die wasserbezogenen Herausforderungen in Zeiten der Klimakrise. Der Rundgang führt vom Meer über einen künstlichen Eisberg bis zu den Sternen.
Gruppentreffpunkt: Eingang Humboldt Labor (1. OG)
Uhrzeit-Start: 17:20 Uhr
Die Ausstellung Geschichte(n) Tansanias wurde in Zusammenarbeit mit dem National Museum of Tanzania und im Gespräch mit Vertreter*innen verschiedener Communities in Tansania entwickelt. Sie erzählt die komplexen und zeitlich weit zurückreichenden Geschichten der Gesellschaften und Menschen, die auf dem Gebiet des heutigen Staates Tansania lebten und thematisiert auch den europäischen Kolonialismus. Mehr als 10.000 „Objekte“, die in dieser Zeit nach Berlin gebracht wurden, befinden sich heute im Ethnologischen Museum. Welche Geschichten erzählen diese Kulturgüter? Wer sollte diese Geschichten erzählen? Welche Geschichten bleiben unerzählt oder ungehört – und warum? Die Kurzführung gibt Einblicke in die Entstehung der Ausstellung und die Herkunftsgeschichten von Exponaten, sie thematisiert Fragen der Rückgabe und beleuchtet den Umgang mit cultural belongings in Museen heute.
Gruppentreffpunkt: F (2. OG)
Uhrzeit-Start: 17:20 Uhr
Welche kolonialen Spuren finden sich heute im Humboldt Forum? Und welche politische und kulturelle Rolle hatte das Berliner Schloss vom 16. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert? Die Kurzführung bietet einen anschaulichen Einstieg in ein vielschichtiges und weithin diskutiertes Thema und stellt mit Bezug zur Berliner Afrika-Konferenz von 1884 heraus, wie sich unter Kaiser Wilhelm II. der Anspruch auf Weltpolitik zeigte.
Gruppentreffpunkt: G (2. OG)
Uhrzeit-Start: 17:20 Uhr
Gemeinsam am „Rad der Geschichte“ drehen, in der begehbaren Discokugel tanzen oder durch die Fernrohre aus den Fenstern des Humboldt Forums die Geschichte des Ortes entdecken: Die kompakte Impulsführung präsentiert das historisch und gegenwärtig global vernetzte Berlin dialogisch und interaktiv.
Gruppentreffpunkt: An Bänken vor BERLIN GLOBAL (1. OG)
Uhrzeit-Start: 18 Uhr
In diesem kurzen Rundgang vergnügen Sie sich in der Ausstellung BERLIN GLOBAL. Treten Sie durch die Tür des legendären Clubs Tresor in die Berliner Feierkultur ein, schmecken Sie Berlin an Geschmacksstation und schauen Sie durch die Gucklöcher eines Kaiserpanoramas, dem Vorläufer des Kinos um 1900.
Zum Abschluss heißt es: Kopfhörer auf- und tanzen Sie selbst eine Runde in unserer Silent Disco.
Gruppentreffpunkt: An Bänken vor BERLIN GLOBAL (1. OG)
Uhrzeit-Start: 19:30 Uhr
Revolutionen gehören zu Berlin: Immer wieder haben Menschen hier protestiert, Veränderungen gefordert und Geschichte bewegt. Entdecken Sie gemeinsam mit einer Guide die zentralen Momente politischer Umbrüche in der Stadt. Drehen Sie gemeinsam am Rad der Geschichte und lassen Sie die Revolutionen 1848, 1918 und 1989 Revue passieren. Historische Plakate, Protestinstrumente und persönliche Stimmen zeigen, wie Menschen für Veränderungen kämpften.
Gruppentreffpunkt: An Bänken vor BERLIN GLOBAL (1. OG)
Performances
17:20 – bis 18:30 Uhr
Partizipative Tatort-Performance
Ein Tatort. Mitten im Museum. Die Ermittlungen laufen noch. Das Publikum wird zu Zeug*innen einer Ermittlung, in der Wörter zu Grenzen, Grenzen zu Gesetzen und Gesetze zu Gewalt werden. Der Fall ist nicht abgeschlossen.
Gruppentreffpunkt: F (2. OG)
18:30 – bis 20 Uhr
Wenn die Wissenschaft Königin im Humboldt Labor ist, dann ist das #Logoskop ihr Hofnarr. Seit 2021 tritt im Ausstellungsraum der Humboldt-Universität zu Berlin monatlich die Kunstfreiheit an, um mit den Mitteln der Literatur den Blick der Wissenschaft aufzumischen. Mit Mikrofon und Verstärkeranlage ausgestattet wandern je zwei Slam-Poet*innen durch die Ausstellung und tragen Texte vor.
Diesmal mit dabei: Die Slampoet*innen Markus Köhle und Marie-Claire Tjombe. Gemeinsam kommentieren sie die Ausstellung „On Water“ mit live vorgetragenen Texten. Die Besucher*innen sind eingeladen, sie auf ihrem wortgewandten Rundgang zu begleiten.
Gruppentreffpunkt: Eingang Humboldt Labor
Drop-Ins
17:20 – 20 Uhr
Im WELTSTUDIO von BERLIN GLOBAL erleben Sie kompakte Einblicke in die vielfältigen Bildungsangebote – mit sofortigem Ausprobieren der didaktischen Materialien!
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UN-Kinderrechte entdecken: Probieren Sie Methoden und Materialien aus, die Kinderrechte greifbar und diskutierbar machen.
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Vernetzt mit der Welt: Erleben Sie, wie Grundschulkinder ihre Verbindungen zur Welt sichtbar machen – mit kreativen Aufgaben und biografischem Erzählen.
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Meine Verbindungen in unsere Welt: Gestalten Sie Tandem-Poster, die persönliche Perspektiven und globale Themen kreativ verbinden.
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Interaktive Kartenwelt: Erkunden Sie spielerisch mit Kugelbahn und Webstuhl, wie individuelle Geschichten in globale Zusammenhänge eingebettet sind.
Steigen Sie jederzeit ein, kommen Sie mit uns und Ihren Kolleg*innen ins Gespräch, probieren Sie aus – und lernen Sie das WELTSTUDIO als Begegnungs- und Lernort kennen!
18 – 19:30 Uhr
Vermittler*innen des Humboldt Labors stellen die Angebote des Humboldt Labors und seiner Ausstellung On Water. WasserWissen in Berlin für Schulen vor: Führungen für Schulklassen sowie zwei Workshops, die sich auf spielerische und performative Weise mit Wasser, Wasserwesen, Verantwortung und den Rechten der Spree beschäftigen.
Ort: Werkräume 1.OG im Humboldtforum
19:30 – 20 Uhr
Sie haben Wünsche, Fragen, Ideen, Kritik? Sprechen Sie mit uns! Kolleg*innen der Bildung und Vermittlung stehen Rede und Antwort und nehmen Ihre Hinweise für die künftige Programmarbeit auf.
Wir nutzen die Teachers‘ Night um gemeinsam auf die Angebote des Humboldt Forums und deren Potenziale für die schulische Bildungsarbeit zu blicken. Welche Formate oder Vermittlungsansätze sprechen Sie besonders an? Welche Themen bewegen Sie und Ihre Schüler*innen? Welche Materialien oder Angebote wünschen Sie sich für Ihre Unterrichtsplanung?
Ihre Rückmeldungen helfen dabei, das Bildungs- und Vermittlungsprogramm des Humboldt Forums noch stärker an den Anforderungen schulischer Praxis auszurichten und gemeinsam Lernräume zu gestalten, die Neugier, Dialog und gesellschaftliche Teilhabe fördern. Wir freuen uns auf Ihre Ideen, Anregungen und Impulse!
Ort: Spielecke, Werkräume
Praxisseminare (30 Min.)
Uhrzeit-Start: 17:20 Uhr, 19:00 Uhr
In einem Impulsworkshop im Medienstudio von BERLIN GLOBAL zeigen Musemsmitarbeiter:innen, wie Lehrkräfte gemeinsam mit ihren Klassen eigene Podcastprojekte umsetzen können – ganz ohne Vorwissen. Vermittler*innen geben einen praxisnahen Einblick in Tools, Methoden und kreative Ideen rund ums Medium Podcast.
In Anlehnung an das buchbare Format „Junge Stimmen“ aus dem WELTSTUDIO erfahren Sie, wie Ihre Schüler:innen zu echten Stimmen der Stadt werden: authentisch, reflektiert, laut, leise – und immer hörenswert.
Ort: Medienstudios/WELTSTUDIO in BERLIN GLOBAL (1. OG)
Treffpunkt: An Bänken vor Eingang BERLIN GLOBAL
18 – 18:30 Uhr
Wie können komplexe Ausstellungsthemen anschaulich vermittelt werden? Wie erleichtert der Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Tools den Zugang? Und wie kann die Lebenswelt von jungen Kindern einbezogen werden? Das Praxisseminar gibt Einblicke in anregende Kreativtechniken und Materialien, die für den Einsatz mit Kita- und Grundschulkindern entwickelt wurden und die Lust am Forschen zu Themen wie Archäologie, Geschichte und Gesellschaft fördern.
Ort: Werkraum 1
ab 18 Uhr
Wie kann ein Ausstellungsbesuch mehr sein als Zuschauen und Zuhören? In diesem Praxisseminar kommen Sie mit erfahrenen Vermittler*innen ins Gespräch und überlegen, wie Schüler*innen Ausstellungen aktiv, kritisch und ausgehend von ihrer eigenen Lebenswelt erkunden können. Als Beispiel dient unser Workshop „Juniorkurator*innen“. Hier nehmen Jugendliche die Ausstellung BERLIN GLOBAL an mehreren Projekttagen kritisch unter die Lupe, wählen Lieblingsobjekte und Geschichten aus, benennen aber auch Leerstellen, die sie in einem gemeinsame Ausstellungsjournal mit eigenen Fotografien und Rezensionen festhalten. Gemeinsam fragen wir: Wie können Schüler*innen selbst Fragen an eine Ausstellung stellen- und dabei ein Stück weit zu Kuratorinnen werden.
Ort: An Bänken vor Eingang BERLIN GLOBAL
18 – 18:30 Uhr
Wie eine fachkuratierte Ausstellungen unter Beteiligung von Jugendlichen entstehen kann, erprobt derzeit ein Ausstellungsprojekt der Stiftung Humboldt Forum mit dem Arbeitstitel “Popkultur”. Seit Herbst 2025 begleitet eine feste Gruppe Jugendlicher im eigens gegründeten Culture Club die Entwicklung der Ausstellung. In regelmäßigen Treffen mit dem kuratorischen Team diskutieren die Jugendlichen zentrale Fragestellungen der Ausstellung und bringen ihre Perspektiven, Erfahrungen und Ideen ein. Dabei stehen inhaltliche ebenso wie gestalterische Aspekte im Fokus. Ideen und Perspektiven der Jugendlichen fließen unmittelbar in die Ausstellungsentwicklung ein. Im Rahmen der Teachers‘ Night geben die Mitglieder des Culture Clubs Einblicke in ihre Aktivitäten und Erfahrungen.
Ort: Werkraum 4
18 – 18:30 Uhr
Im Workshop tauchen Kita-Kinder ab 5 Jahren in die Lebenswelten von Kindern aus Papua-Neuguinea und Venezuela ein: In kurzen, selbst produzierten Filmclips zeigen uns Kinder aus diesen Regionen, wie sie essen, spielen, Schmuck und Geräte herstellen und zuhause mithelfen. Welche Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten lassen sich zum Alltag der Kinder in Berlin finden? Im zweiten Teil des Workshops ermöglichen Hands-on-Angebote in den Ausstellungen des Museums, wie ein begehbares Boot aus dem Pazifik oder ein interaktiver Regenwald, einen spielerischen Zugang zu den Lebenswelten der Kinder aus Amazonien und der Südsee.
Ort: Werkraum 3
19 – 19:30 Uhr
Das immersive Panorama der Künstlerin Yorleny Cardozo Peña veranschaulicht lebendig die Flora und Fauna im kolumbianischen Gebirgsmassiv sowie jahrtausendealte Wächterfiguren. In einem künstlerischen Labor erforschen die Schüler*innen die Superkräfte der Tiere, betrachten Insekten und Pflanzen mit digitalen Mikroskopen, lernen die lebenswichtige Bedeutung der Artenvielfalt kennen und gestalten ein eigenes, dreidimensionales Schutzwesen.
Der Workshop ist entstanden als Teil einer Zusammenarbeit zwischen dem Instituto Colombiano de Antropología e Historia (ICANH) sowie CoMuse, dem Kollaborativen Museum am Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst in Berlin. Er möchte die Kinder befähigen, ihre eigenen „Superkräfte“ zu entdecken, um sich nicht ohnmächtig angesichts von Klimawandel und Artensterben zu fühlen.
Ort: Werkraum 3
19 – 19:30 Uhr
Was erzählt Archäologie über die Entwicklung einer Stadt? Welche Akteure, Ideen und Weichenstellungen waren und sind dabei wirksam? Und wie lassen sich diese anschaulich und mit Gegenwartsbezug gemeinsam mit Schüler*innen erschließen? Das Praxisseminar stellt Themen und Methoden des Projekttags zum Archäologischen Pfad vor, der in Kooperation zwischen dem PETRI Berlin und der Stiftung Humboldt Forum durchgeführt wird.
Ort: Werkraum 1
19 – 19:30 Uhr
Welchen Einfluss haben Eigentum und Erbe auf Chancen, Identitäten, Verantwortungen und die Zukunft? Was bedeuten Eigentum und Erbe, wenn Ressourcen knapper und Ansprüche größer werden? Wie beeinflussen historische Ungleichheiten den Zugang zu Macht, Raum, Wohlstand und sogar Lebensnotwendigem? Die Welt ist von Verteilungskämpfen geprägt und die Frage nach Eigentum und Erbe darin zentral.
“Mein. Dein. Unser?!” ist 2028 das Jahresthema im Humboldt Forum und widmet sich in Ausstellungen, Veranstaltungen und Bildungsformaten der Frage nach Eigentum und Erbe. Es geht um den Umgang mit Natur- und Kulturerbe aus globalen und lokalen Perspektiven. Im Fokus stehen Themen wie lebensnotwendige Ressourcen Wasser und Erde, Eigentums- und Besitzkonzepte in verschiedenen Gesellschaften, Stadt und Zusammenleben, kulturelle Aneignung und Praktiken, Herkunft der Sammlungen in Museen und der Umgang mit möglichen Rückgaben. Das Praxisseminar gibt Einblicke in das Jahresthema und die Angebote der Bildung und Vermittlung.
Ort: Werkraum 2
19 – 19:30 Uhr
Was wäre, wenn niemand mehr arbeiten müsste? Aliens auf der Erde landen würden? Tiere nicht mehr eingesperrt werden dürften? Im buchbaren Schulworkshop „Future or Fiction?“ für die 5. bis 10. Klasse stellen die Schüler*innen Gewohntes und Alltägliches infrage und gestalten ihre Ideen als virtuelle Welten. Das Praxis-Seminar gibt einen Einblick in Ablauf, Material und Methodik des Workshops und bietet die Möglichkeit, die eingesetzte Hard- und Software selbst zu erproben.
Ort: Werkraum 8
Beteiligte
David Dibiah ist ein interdisziplinärer Künstler aus Berlin, dessen Arbeit Performance, Grafikdesign, Musik und Bildung verbindet. Als Absolvent im Bereich Grafikdesign und seit 2010 Mitglied des Vereins Berliner Künstler prägt Dibiah die Berliner Kulturszene maßgeblich.
Zu seinen bemerkenswerten Werken zählt It Lies in Public Spaces, aufgeführt im Humboldt Forum, das koloniale Hinterlassenschaften kritisch durch Rap, Gebet und Poesie beleuchtet. Aktuell arbeitet er an Berlin Reconference, einer Performance, die sich mit 140 Jahren Kolonialismus auseinandersetzt und mit Erzählkunst, Musik und Philosophie nach Wegen zu Gerechtigkeit und Restitution sucht.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet Dibiah Kunst an den Berliner Jugendkunstschulen und arbeitet seit 2001 als Guide an den Staatlichen Museen zu Berlin, wo er ein tieferes Verständnis für Kunst und Kultur vermittelt. Sein Werk fordert bestehende Narrative heraus und inspiriert kommende Generationen.
Patrick Helber hat in Tübingen und Dublin Geschichte und Politikwissenschaft studiert und 2014 in Neuerer und Neuester Geschichte in Heidelberg promoviert. In seinem Buch „Dancehall und Homophobie“ geht es um postkoloniale Perspektiven auf die Geschichte und Kultur Jamaikas. Er lebt in Berlin und arbeitet im Ethnologischen Museum als Kurator für Bildung und Vermittlung. Zuvor war er im Deutschen Historischen Museum und am Museum Neukölln beschäftigt. In seiner Freizeit moderiert er eine Radiosendung über karibische Popkultur und legt unter dem Namen Scampylama Sound seit 2003 Reggae und Dancehall auf Vinyl auf.
Markus Köhle schreibt, um gehört zu werden. Er ist Sprachinstallateur, Literaturzeitschriftenaktivist und Slam-Papa Österreichs. Er studierte in Innsbruck und Rom Germanistik und Romanistik, war 2004-2006 Forschungsprojektassistent an der Universität Innsbruck. Seit 2001 ist er literarisch, literaturkritisch, literaturwissenschaftlich und auch als Literaturveranstalter aktiv.
Seit 2002 veranstaltet er Poetry Slams. Er macht Lesungen, Vorträge und Workshops in Schulen, Universitäten und diversen Kulturveranstaltungsorten im In- und Ausland (z.B. Österreich Bibliothek Budapest, Jerewan, Wolgograd; Goethe Institut Alexandria, Kolkata, Taschkent; Österreichisches Kulturforum Ljubljana, Kairo, Rom; Sommerakademie Zakynthos; Universität Astana, Bukarest, Neu Delhi, Manila, Prag, Shanghai, Stellenbosch, …).
Marie-Claire Tjombe ist die amtierende Sächsische Meisterin im Poetry Slam (2026). Seit November 2024 steht sie auf Poetry-Slam-Bühnen und qualifizierte sich bereits in ihrem ersten Bühnenjahr für die Teilnahme an der Leipziger Stadtmeisterschaft sowie das Finale der Sächsischen Landesmeisterschaft 2025.
Auch über die Grenzen Sachsens hinaus ist sie regelmäßig auf Bühnen in ganz Deutschland unterwegs. Dabei versteht sie Poetry Slam als Chance und Privileg, Menschen mit ihren Worten zu berühren, zum Nachdenken anzuregen und Hoffnung weiterzugeben.
Die 24-jährige gebürtige Leipzigerin verbindet persönliche Erfahrungen mit Reflexion, klarer Haltung und spielerischer Metaphorik. Ihre Texte sind warm und ehrlich, kritisch und zugleich versöhnlich. Im Mittelpunkt stehen Identität, mentale Gesundheit, Gemeinschaft und Widerstandskraft sowie das präzise Spiel mit Sprache und Wortbedeutungen.
Wenn sie nicht auf der Bühne steht, studiert sie Lehramt für Deutsch, Ethik und Philosophie für Gymnasien.