Wir sind noch da!
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5 € / ermäßigt 2,50 € |
ab 16 Jahre |
Saal 3, EG |
Teil von: MitWissenschaft |
In Haida Gwaii, ein Archipel vor der Nordwestküste Kanadas, und in Prince of Wales Island (Alaska) arbeiten zahlreiche Menschen unermüdlich daran, die Haida-Sprache wiederzubeleben und alternative Wege in die Zukunft zu beschreiten.
Im 19. Jahrhundert waren die Versuche der Kolonialregierung, die Kulturen der First Nations auszurotten, vielschichtig: Familienbande wurden zerschlagen, kulturelle und politische Systeme verboten und Sprachen untersagt.
Doch X̱aad Kíl / X̱aayda Kíl (die Haida-Sprache) wird nicht aussterben, denn noch gibt es fließend und halbfließend Sprechende und sogar still Sprechende – also Menschen, die die Sprache verstehen, aber kaum selbst sprechen. Es werden alle verfügbaren Mittel eingesetzt, um sie zu unterstützen, die Sprache an heutige Bedürfnisse anzupassen und sie an kommende Generationen weiterzugeben.
Beteiligte
Sabrina N’Diaye studierte Ethnologie und Politikwissenschaften. Das journalistische Handwerk lernte sie beim ZDF, im Anschluss war sie für den SWR und für ARTE unterwegs. Seit 2016 ist sie beim RBB, wo sie unter anderem als Moderatorin die rbb24 Spätnachrichten moderiert und als Autorin längere Dokumentationen realisiert.
Jasḵwaan Amanda Bedard ist Mutter, Haida-Sprachlehrerin und Advokatin für Indigene Sprachen aus G̱aw Tlagée – Massett, Haida Gwaii. Sie ist Assistenzprofessorin für das Programm für Indigene Sprachen an der Simon Fraser University, wo sie Haida-Sprache und die Pädagogik Indigener Sprachen unterrichtet. Sie ist außerdem Haida-Sängerin, X̱aad Kíl-Übersetzerin und Entwicklerin von X̱aad Kíl-Lernressourcen.
Jordan Lachler ist Linguist und Direktor des Canadian Indigenous Languages and Literacy Development Institute der University of Alberta in Edmonton, Kanada. Aus seiner langjährigen engen Zusammenarbeit mit einer Reihe von Indigenen Sprachgemeinschaften, darunter Haida und Nakota, verfügt er über beträchtliche Erfahrungen in der Erforschung und Vermittlung Indigener Sprachen.
Monika Zessnik ist Kuratorin der Nordamerikanischen Sammlungen im Ethnologischen Museum. Ihre Feldforschung umfasst Themen wie religiöse Einflüsse auf Indigene sozioökonomische Systeme. Derzeit konzentriert sich ihre Arbeit auf Kooperationsprojekte mit Indigenen Akteuren, deren Kulturgüter im Ethnologischen Museum Berlin aufbewahrt werden.