Humboldt Forum
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Besuch im Museumsdepot

2019 M06 6 18:00

Lange Nacht der Ideen

We are still here. The Omaha Speaking

@ Berliner Bauakademie

Eintritt frei, ohne Anmeldung, Zugang nicht barrierefrei

auf Englisch

In zwei Filmen und fünf Gesprächsrunden erzählen Angehörige der indigenen Nation der Omaha aus Nordamerika über den Versuch, ihre Sprache und Traditionen zu erhalten und geben Einblick in die Ausstellung, die 2020 im Humboldt Forum zu sehen sein wird.

Sprache als Identität

„Jene, die gegen den Strom laufen“ ist die Bedeutung des Namens Omaha (Umóⁿhoⁿ). Die Omaha aus dem Nordosten Nebraskas und dem Westen Iowas gehören zu den 573 in den USA offiziell anerkannten indigenen Nationen. Bis heute prägen die Erfahrung von Kolonialismus, Rassismus und Gewalt das Leben der Omaha. Aufgrund der US-amerikanischen Assimilationspolitik gegenüber den indigenen Bevölkerungsgruppen kämpfen sie täglich darum, ihre Traditionen und ihre Sprache lebendig zu halten. Denn Sprache ist essentiell, um das eigene Weltbild vermitteln und Rituale pflegen zu können, prägt die Identität und ist Basis für das Verständnis anderer Sichtweisen.

Die Omaha im Humboldt Forum

Die Verbindung zwischen dem Ethnologischen Museum in Berlin und den Omaha besteht seit Ende des 19. Jahrhunderts: Der indigene Ethonolge Francis La Flesche stellte von 1894 bis 1898 eine Sammlung von rund 60 Objekten im Auftrag des damaligen Berliner Museums für Völkerkunde, dem heutigen Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, als Objekte „seiner eigenen Kultur der Umóⁿhoⁿ“ [Omaha] zusammen. 2020 werden diese im Humboldt Forum zu sehen sein und sind der historische Ausgangspunkt für ein neues Kapitel der Beziehungen zwischen den Omaha und Berlin. In der Ausstellung, die die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss derzeit gemeinsam mit dem Ethnologischen Museum, dem Nebraska Indian Community College und Angehörigen der Omaha konzipiert, sind die Objekte das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie führen den Besucherinnen und Besuchern deutlich vor Augen, dass die Omaha – trotz oder wegen des Kampfes um ihre Traditionen – noch immer hier und am Leben sind.

Besuch im Museumsdepot
Filmscreenings
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17:30 Uhr Einlass

18:00 – 23:00 Uhr „Preview: Gegen den Strom.“
Kurzfilm über die Zusammenarbeit mit den Omaha im Rahmen der Vorbereitungen der gemeinsamen Ausstellung, die ab 2020 im Humboldt Forum zu sehen sein wird.

Dauer: ca. 10 min
Sprache: Deutsch

18:30, 19:45, 21:00, 22:15 Uhr: „Umóⁿhoⁿ Íye. The Omaha Speaking"
Dokumentation über die Sprache der Omaha und den Versuch, diese lebendig zu halten. Deutschlandpremiere; 2018 lief der Film auf zahlreichen internationalen Filmfestivals.

Dauer: 1h 7 min
Sprache: Englisch

Weiterführende Informationen zu Filmscreenings und Events zum Film „Umóⁿhoⁿ Íye. The Omaha Speaking".

Gesprächsrunden
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Zu jeder vollen Stunde laden wir Sie ein, mit den Omaha persönlich ins Gespräch zu kommen. MuttersprachlerInnen und Lernende der Umónhon berichten, was der drohende Verlust ihrer Sprache für sie bedeutet und mit welchen Projekten sie diesem entgegentreten.

Sie können sich mit Michael Thomas Berger, Edmundo Encinos, Barbara Jo McKillip-Erixon, Pierre Merrick, Wynema Eleanor Morris, Vanessa Dawn Hamilton und Glenna Slater austauschen und Ihre Fragen auf Deutsch stellen, die Antworten sind auf Englisch.

18:00 – 18:30 Uhr The Omaha. Against the current
Wer sind die Omaha? Was machen die Omaha im Humboldt Forum?
Begrüßung: Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt Forum

19:00 – 19:30 Uhr Indigenous Education
Was bedeutet indigene Bildung? Wie kann sie koexistieren oder sich gegenüber staatlichen Bildungsstrategien durchsetzen?

20:00 – 20:30 Uhr Boarding Schools
Was waren Boarding Schools? Welchen Zweck hatten sie? Was sind deren Auswirkungen?

21:00 – 21:30 Uhr The Nebraska Indian Community College
Was ist das Nebraska Indian Community College? Was macht es besonders? Wie wird der Sprachunterricht dort gefördert?

22:00 – 22:30 Uhr Language and Culture
Formt Sprache das Denken? Was passiert, wenn es eine Sprache nicht mehr gibt?

Partner

Die Veranstaltung findet im Rahmen der vierten „Langen Nacht der Ideen“ des Auswärtigen Amtes statt (#LNDI2019). Das Motto ist in diesem Jahr „Idee und Ideal – Europa“. An markanten Orten der Berliner Kulturlandschaft stellt das Auswärtige Amt die Bandbreite der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vor. Das komplette Programm finden Sie unter menschenbewegen.jetzt.
  • Lange Nacht der Ideen

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#lndi2019